A-TRON erweitert seine Produktpalette um ein Mikro-BHKW

Video: A-TRON auf der HMI 2013Mit dem neuen Mikro-BHKW „12/30“ möchte der 2010 gegründete BHKW-Hersteller A-Tron aus Neustadt bei Hannover ab Herbst seine Produktpalette abrunden. Die Pläne für ein größeres BHKW mit 6-Zylinder-Motor und 35 kW elektrischer Leistung unter dem Entwicklungstitel „35/xx“ wurden hingegen „auf Eis gelegt“ und die Nachfrage im Bereich ab 40 kW „mit Kaskaden bestehend aus mehreren BHKW bedient“, wie A-TRON-Geschäftsführer Egbert von Bestenbostel im Gespräch mit der BHKW-Infothek berichtete. Aber auch zum Klassiker „20/43“ gibt es etwas Neues zu berichten.

Kirsch mini20 auf der Hannover Messe 2014 (Bild: BHKW-Infothek)

Kirsch HomeEnergy mini20

Die Steuerung der A-Tron Blockheizkraftwerke wird auch weiterhin unter dem Namen „Atromatic“ firmieren, stammt jedoch aus der Entwicklungsschmiede von Kirsch HomeEnergy. Damit profitiert A-Tron nun doppelt: Kirsch vertreibt mit dem mini20 das A-Tron 20/43 unter eigenem Namen und lässt A-Tron darüber hinaus die eigene fortschrittliche Touchscreen-Steuerung nutzen, die in abgewandelter Form bereits über die Jahre im Kirsch micro gereift ist und mit einer komfortablen Bedienung sowie einer LAN-Schnittstelle aufwarten kann. Die bisherige Unterscheidung zwischen der einfachen Ausführung „Standard“ und der erweiterten Steuerung „Vario“ ist damit ebenfalls Geschichte: Zukünftig erhalten alle BHKW von A-Tron die moderne Touchscreen-Steuerung mit den erweiterten Regelungsmöglichkeiten.


Ankündigung neuer BHKW von A-TRON mit 12 und 35 kW auf der Hannover Messe 2013

Erhalten bleibt neben der Variante 20/43 mit einer elektrischen Leistung von 20 kW für den Betrieb mit Erd- und Flüssiggas auch die Ausführung „18/40 Öko Plus“ für den Betrieb mit Bio- sowie Klärgas und einer reduzierten elektrischen Leistung von 18 kW. Diese Modelle wurden vom BAFA in die Liste der förderfähigen Anlagen im Rahmen des Mini-KWK-Impulsprogramms aufgenommen und erhalten eine Förderung in Höhe von derzeit 3.325 Euro. Um alternativ zur BAFA-Förderung den teilweise höheren Förderungen einzelner Bundesländer für BHKW größer 20 kW zu entsprechen, bietet A-Tron darüber hinaus für Erd- und Flüssiggas die Variante „21/46“ an, deren Datenblatt eine elektrische Leistung von 21 kW ausweist und damit die Beantragung der Landesförderungen ermöglicht.

A-Tron BHKW auf der Hannover Messe 2013A-Tron BHKW auf der Hannover Messe 2013A-Tron BHKW auf der Hannover Messe 2013

A-Tron BHKW ausgestellt auf der Hannover Messe

BHKW auf Prüfstand (Foto: A-TRON)

BHKW auf Prüfstand

Neben der Weiterentwicklung der 20 kW Maschine wurde 2013 bei A-Tron mit der Entwicklung von zwei weiteren Modellen begonnen. Während die Entwicklung eines größeren Mini-BHKW mit 35 kW Leistung vorläufig eingestellt wurde, nimmt das Mikro-BHKW „12/20“ jetzt Form an. Nachdem bereits im letzten Jahr mit Prüfstandsmessungen begonnen wurde, befindet sich das Gerät mittlerweile in der Optimierungsphase und soll bereits zum Herbst dieses Jahres erhältlich sein, so Egbert von Bestenbostel gegenüber der BHKW-Infothek.

Wie von A-Tron gewohnt, soll eine Brennwertnutzung serienmäßig erfolgen und auch ein geeichter Strom-Erzeugungszähler ab Werk integriert werden, um den bauseitigen Installationsaufwand zu minimieren. Während ein Listenpreis für das kleine BHKW noch nicht feststeht, bleibt der Preis für das Gerät mit 20 kW konstant bei 39.950 Euro zuzüglich Steuern und Installation. Das Wartungsintervall von 6.000 Stunden hat sich bei den 150 installierten Anlagen nach Unternehmensangaben bewährt und wird dementsprechend beibehalten. (lfs)

Weiterführende Links zu dieser Meldung
– Link: Webseite von A-TRON Blockheizkraftwerke
– Meldung: Kirsch HomeEnergy erweitert sein Angebot an Mini-BHKW
– Kategorie: Weitere Nachrichten zu den BHKW von A-TRON
– Kategorie: Weitere Meldungen zur Hannover Messe

 

Ein Kommentar zu A-TRON erweitert seine Produktpalette um ein Mikro-BHKW

  1. xh01 sagt:

    Ach, auch den Dachs gibt es in Kaskaden mit bis zu 10 HKA. Ist zwar für den Besitzer teuer, aber bitte… Dabei wäre das Gerät fast schon eine Marktlücke. Nach 22 kW kommt bis 50 kW wenig, da hätten 35 kW sehr gut gepasst.

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