KWK-Index Q2/2013: Die Abwärtsspirale setzt sich fort

Logo der EEX (Geschütztes Logo: 2011 European Energy Exchange AG)In den letzten drei Monaten ist der Preis für Grundlaststrom an der Strombörse EEX in Leipzig kräftig eingebrochen und hat mit einem Vier-Jahres-Tiefstand seinen seit zwei Jahren andauernden Abwärtstrend fortgesetzt. BHKW-Betreiber, die entsprechend dem „üblichen Preis“ des KWK-Gesetzes einspeisen, erhalten daher für den im laufenden Quartal eingespeisten Strom eine deutlich niedrigere Vergütung.

Für den Monat Juni betrug der mittlere Preis sogar nur etwa 2,8 Cent je Kilowattstunde. Die Monate April und Mai verliefen jedoch zum Glück etwas besser, so dass der für die Einspeisung von Strom in das öffentliche Netz für die meisten BHKW-Betreiber maßgebliche KWK-Index für das zweite Quartal dieses Jahres mit 36,60 Euro je Megawattstunde (MWh) notierte. Damit fällt der Einspeisepreis allerdings etwa ein Cent – und damit satte 23 Prozent – niedriger aus, als noch im vorangegangenen Quartal.

KWK-Index / EEX-Baseload bis Q2/2013 (Grafik: BHKW-Infothek)

KWK-Index / EEX-Baseload bis Q2/2013 (Grafik: BHKW-Infothek)

Der übliche Preis für die Einspeisung in das öffentliche Netz aus BHKW, welcher auch als EEX-Baseload bezeichnet wird, beträgt somit im zweiten Quartal dieses Jahres 3,26 Cent je Kilowattstunde (kWh), sofern keine gesonderte Vereinbarung mit einem Stromhändler oder dem Netzbetreiber geschlossen wurde. Mit dieser starken Abwärtsbewegung bricht der KWK-Index aus seiner etwa ein Jahr andauernden Seitwärtsbewegung bei etwa 4 Cent nach unten aus. Verglichen mit dem zweiten Quartal im Vorjahr 2012 notierte der Preis um 0,779 Cent und somit etwa 19 Prozent je Kilowattstunde niedriger.

KWK-Index vonFür Einspeisung inCent je kWh
Q2/2013Q3/20133,260
Q1/2013Q2/20134,227
Q4/2012Q1/20134,137
Q3/2012Q4/20124,352
Q2/2012Q3/20124,039

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(Titelgrafik: Geschütztes Logo der European Energy Exchange AG)

Ein Artikel von Susanne Schneidereit

 

4 Responses to KWK-Index Q2/2013: Die Abwärtsspirale setzt sich fort

  1. xh01 sagt:

    Man man man! Wer aus der 10-jährigen KWK-Vergütung fällt bekommt dann nur die Hälfte des Gaspreises. Da wird man ja vom Gesetzgeber genötigt sein BHKW zu verschrotten. Die Modernisierung lohnt nämlich meist auch nicht…

    • Geraldino sagt:

      Genau meine Meinung,
      nach zehn Jahren, ohne KWK Förderung, rechnet sich der Dachs überhaupt nicht mehr!!!
      Bis unsere Entscheidungsträger ausgeschlafen haben, wird es bei mir voraussichtlich keine KWK Anlage mehr geben.

  2. Hubert sagt:

    Statt den überschüssigen Strom zu „verschenken“, würde ich den Eigenverbrauch mit einem Batteriesystem steigern. Das rechnet sich in dem Fall IMMER.

    • Andreas sagt:

      Hubert, kannst Du mal Deine Rechnung aufzeigen? Batteriesysteme sind recht teuer wenn Invest und Wartungskosten betrachtet werden. Die Haltbarkeit einer solchen Anlage mal ganz aussen vorgelassen.

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