Freikarten für die Hannover Messe und KWK-Index Q1/2015

KWK-Gemeinschaftsstand auf der Hannover Messe IndustrieDer kleine Aufwärtstrend des KWK-Index vom letzten Quartal währte nur kurz: Im Januar betrug der durchschnittliche Börsenpreis für Strom nur noch 2,87 Cent je Kilowattstunde! Während Endverbraucher von solchen Preisen nur träumen können, führen solche Preise für die Betreiber stromerzeugender Heizungen zu der paradoxen Situation, dass sie für Erdgas den doppelten bis dreifachen Preis je kWh zahlen, wie sie für die Einspeisung des aufwändig erzeugten Stroms bekommen.

KWK-Index vonFür Einspeisung inCent je kWh
Q1/2015Q2/20153,210
Q4/2014Q1/20153,482
Q3/2014Q4/20143,150
Q2/2014Q3/20143,124
Q1/2014Q2/20143,350

Schlechte Lage und düstere Aussichten
Aber nicht nur der Strompreis ist im Keller, auch am KWK-Zuschlag von derzeit 5,41 Cent für jede mittels stromerzeugender Heizungen hergestellte Kilowattstunde Strom wird gerüttelt: Das Energieministerium ist zu der Annahme gelangt, dass kleine BHKW bis 50 kW Leistung viel zu wirtschaftlich seien und plant mit der KWKG-Novelle den Förderzeitraum zu halbieren sowie den KWK-Zuschlag auf 4 Cent je Kilowattstunde abzusenken – obwohl der Absatz von Nano-BHKW in 2014 aufgrund der bereits jetzt prekären wirtschaftlichen Bedingungen für stromerzeugende Heizungen um rund 40 Prozent eingebrochen ist. Es bleibt nur zu hoffen, dass sich auch im BMWi bis zur Vorlage des Referentenentwurfes für die Novellierung des KWK-Gesetzes herumspricht, dass für Brennstoffzellen und stromerzeugende Heizungen in Einfamilienhäusern nicht die gleichen Rahmenbedingungen gelten können, wie für Blockheizkraftwerke mit 50 kW Leistung.

Der KWK-Index, auch bekannt als EEX-Baseload oder "Üblicher Preis" bis Q1/2015

Der KWK-Index, auch bekannt als EEX-Baseload oder „Üblicher Preis“ bis Q1/2015

Aktueller KWK-Index
Während der KWK-Index im Vorquartal mit 3,482 Cent je Kilowattstunde notierte, sank der Börsenpreis im Januar auf nur 2,872 Cent je kWh. Im Februar war ein starkes Plus mit 3,872 Cent je kWh zu verzeichnen, was im März mit 3,132 Cent je kWh schnell wieder abschmolz. Der für die Einspeisung von Strom in das öffentliche Netz für die meisten BHKW-Betreiber im 2. Quartal 2015 maßgebliche KWK-Index des gesamten 1. Quartals betrug 32,10 Euro je Megawattstunde (MWh). Damit sank der für das 2. Quartal 2015 geltende Einspeisepreis um 0,272 Cent je kWh und notiert 7,8 Prozent niedriger als im vorangegangenen Quartal. Der übliche Preis für die Einspeisung in das öffentliche Netz aus stromerzeugenden Heizungen, welcher auch als EEX-Baseload bezeichnet wird, beträgt im zweiten Quartal dieses Jahres somit 3,21 Cent je Kilowattstunde (kWh), sofern keine gesonderte Vereinbarung mit einem Stromhändler geschlossen wurde.

Der tägliche Preis für Strom (EPEX Spot) im Detail für Q1/2015 erstellt von EnerJu UG

Der tägliche Preis für Strom (EPEX Spot) im Detail für Q1/2015 erstellt von EnerJu UG

Freikarten für einen Besuch der Hannover Messe
In Kooperation mit dem BHKW-Hersteller RMB/Energie (Halle 27, Stand M78) freuen wir uns, Ihnen die Möglichkeit eines kostenlosen Messebesuches anbieten zu können. Mit dem Ticket Code „R ruya ck3 6rw gu7“ können Sie eine Freikarte aus dem von RMB/Energie für die Leser der BHKW-Infothek zur Verfügung gestellten Kontingent von 5.000 Eintrittskarten abrufen und mit dieser Karte die Hannover Messe an allen Messetagen kostenfrei besuchen. Aber Achtung: Die Eintrittskarten zur Hannover Messe sind in diesem Jahr nicht als Fahrschein im Großraum-Verkehr Hannover (GVH) nutzbar. Das Angebot gilt nur solange der Vorrat reicht und erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. (lfs)

Mehr: Alle Meldungen der BHKW-Infothek zum Thema Energiepreise

 

3 Responses to Freikarten für die Hannover Messe und KWK-Index Q1/2015

  1. Pingback: ISH15: Stromspeicher Viessmann Vitovolt und Vaillant eloPACK | BHKW-Infothek

  2. Andreas Hogan sagt:

    Vielen Dank! Freue mich auf den Messebesuch und hoffe auf Neuigkeiten im KWK-Bereich.

    KWK muss mehr zu den Verbrauchern gebracht und auch die gesetzlichen Grundlagen müssen positiver durch die (zukünftigen) Betreiber eingefordert werden. Ebenfalls ist es dringend notwendig für KWK eine betreiberfreundliche Regelung für Anschlüsse an das öffentliche Gasnetz zu verankern.

    Die aktuellen Bedingungen der Gasnetzbetreiber lassen Willkür und Dirkriminierung alle Türen und Tore auf,zumindest dort wo noch kein Anschluss auf einem Grundstück liegt.
    Hier sollte ähnlich wie beim Strom gehandelt werden, ansonsten gehen viele problemlos zu realisierende Projekte aufgrund überhöhter Infrastrukturkosten den „Bach“ hinunter.
    Mitstreiter willkommen!

  3. Gerd Winzer sagt:

    Das Angebot ist ja prima.
    Wenn das klappt, kann ich mich wieder einmal über die neuesten Techniken freuen.

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