Ausgrenzung von KWK-Technologien bei KfW-Förderprogrammen

Achtung Förderung! (Bild: BHKW-Infothek)Bei energetischen Modernisierungen von Wohngebäuden denken Energieberater und Bauherren nicht nur an die Kosten auf der einen Seite und die zu erzielende Energieeinsparung sowie die damit verbundenen Energiekosteneinsparungen auf der anderen Seite, sondern immer auch an die Finanzierung der Maßnahme. Zinsgünstige Kredite und Zuschüsse der KfW Bankengruppe stehen dabei seit Jahren hoch im Kurs. Denn „egal ob Wärmedämmung, neue Heizung oder Fenster, die KfW hat zahlreiche Programme aufgelegt, um die energetische Sanierung in Deutschland voran zu bringen“, so die Förderanstalt. Zum 1. April 2016 gibt es jedoch eine neue Einschränkung: Die Nutzung von Kraft-Wärme-Kopplung führt bei den drei Programmen 151, 152 und 430 unter dem Titel „Energieeffizient Sanieren“ zu einer Verwirkung der Förderfähigkeit.

Warum ausgerechnet stromerzeugende Heizungen und kleine Blockheizkraftwerke, die als Inbegriff von „Energieeffizienz“ schlechthin gelten, jetzt nicht mehr über zinsgünstige Kredite finanziert (Programme 151 und 152) oder mittels Investitionszuschuss (Programm 430) gefördert werden sollen, bleibt unklar. Die KfW Bankengruppe hat für diese drei Programme neue Förderrichtlinien veröffentlicht, die eine Förderung von KWK-Anlagen ab dem 1. April 2016 explizit ausschließen.

Bis zum 31. März 2016 können noch Förderanträge nach den bisherigen Bedingungen für Heizungsmodernisierungen mit einem BHKW gestellt werden. Maßgeblich ist der Eingangszeitpunkt der vollständigen Antragsunterlagen bei der KfW. Eine „Bestätigung zum Antrag“ durch die Online-Anwendung „EBS-Prüftool“ ist entsprechend der BHKW-Infothek vorliegenden Informationen nicht ausreichend. Zur Antragstellung bei der KfW ist die Erstellung des Sanierungskonzepts durch einen Sachverständigen erforderlich. Da mit der Baumaßnahme ohnehin erst nach einer Zusage durch die KfW begonnen werden darf und für die Antragstellung lediglich die notwendigen Unterlagen eingereicht werden müssen, bietet sich für energetische Sanierungen jetzt ein sehr eng bemessenes Zeitfenster, das BHKW-Interessenten unbedingt nutzen sollten. (lfs)

Weiterführende Links zu dieser Meldung:
Kategorie: Alle Meldungen der BHKW-Infothek zu BHKW-Förderprogrammen
Meldung: Neues Förderprogramm für Brennstoffzellen-BHKW
Link: Übersicht der KfW-Förderprogramme für Bestandsimmobilien

 

Ein Kommentar zu Ausgrenzung von KWK-Technologien bei KfW-Förderprogrammen

  1. Hermann Kempter sagt:

    Das zeigt doch den ganzen KFW-Förder-Irsinn auf: Die teuren Mini.BHKWs können ab 01.04.2015 nicht mehr nach en einschlägigen kfw-Programmen geförderrt werden, obwohl sie das Winter-Halbjahr über die ideale Ergänzung zur sommerlichen PV-Spitze darstellen könnten! Vielleicht haben sich die BHKW-hersteller auch durch die immens hohen Anlagen-Preise selbst ein Grab geschaufelt- es ist schwerlich einzusehen, daß z, Bsp der „Dachs“ der 2002 für 11000€ zu haben war, inzwischen ohne größere Anderungen an der Hardware ca. 25000€ kosten muß!
    Dass sich für den Betreiber die 1kW-Mini-Stirlings zu den angebotenen Preisen rechnen sollen,ist auch reine Phantasie!
    Da „lob ich mir“ die PV-Fraktion, diesich weiterhin auf der 20-Jahres-Fördergarantie „sonnen“ kann!

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