Neuigkeiten zum Logavolt Nano-BHKW von Buderus und Junkers

Junkers STH102-29 T100S Prototyp auf der ISH 2011 (Bild: BHKW-Infothek)Neben den derzeit erhältlichen stromerzeugenden Brennwertthermen mit Microgen Stirlingmotor erwartete die Branche mit Spannung die für dieses Jahr geplante Markteinführung des Logavolt von Bosch Thermotechnik. Seit der ISH 2011 in Frankfurt haben, abgesehen von den Bosch Marken Buderus und Junkers, alle großen Heiztechnikhersteller kleine stromerzeugende Heizungen für das Segment der Ein- und Zweifamilienhäuser im Programm.

Aufmerksame Besucher konnten jedoch bereits zur ISH 2011 auf den Ständen von Buderus und Junkers den Prototyp einer „Stirling-Energiezentrale“ entdecken. Der ausgestellte Prototyp der ersten Generation einer kompakten bodenstehenden Energiezentrale namens „Logavolt“ mit integriertem Warmwasserspeicher und Spitzenlastbrenner stellte mit seinem Stirlingmotor maximal 1 kW elektrische Leistung bei etwa 7 kW Heizleistung bereit. Eine stufenlose Modulation bis auf eine Minimalleistung von 300 Watt elektrisch war möglich. Der integrierte Brennwert-Spitzenlastbrenner verhalf dem Logavolt zu einer maximalen Heizleistung von 31 kW. Das Logavolt Gesamtkonzept war ein Ergebnis der Kooperation von Bosch Thermotechnik mit Rinnai und der Ariston Group mit den Marken Chaffoteaux, Maury und Elco.

Von einer Markteinführung des Logavolt der ersten Generation hatte Bosch Thermotechnik jedoch nach mehreren Feldtests bereits im letzten Jahr Abstand genommen. “Für den privaten Sektor sehen wir für diese Technologie erst mit einer derzeit in der Entwicklung befindlichen zweiten – deutlich wirtschaftlicheren – Gerätegeneration realistische Marktchancen”, erläutert Thomas Pelizaeus von Bosch Thermotechnik damals im Interview mit der BHKW-Infothek.

Buderus Logavolt Prototyp auf der ISH 2011 (Bild: BHKW-Infothek)Junkers STH102-29 T100S Prototyp auf der ISH 2011 (Bild: BHKW-Infothek)Buderus Logavolt Prototyp (Bild: Bosch Thermotechnik)

Logavolt Prototypen auf der ISH 2011 und Aufbau der Stirling-Energiezentrale
(Bild 1-2: BHKW-Infothek, Bild 3: Bosch Thermotechnik)

Im Gespräch mit der BHKW-Infothek gab Bosch Thermotechnik nun bekannt, dass mit der Vorstellung eines marktreifen Nano-BHKW auf Stirlingbasis frühestens 2013 gerechnet werden kann. Insidern zufolge prüfe Bosch derzeit die Verwendung des Microgen Stirlingmotors, der in den bereits erhältlichen Nano-BHKW von Remeha, Viessmann, Brötje und SenerTec eingesetzt wird. Ob diese Gerüchte zutreffen, wollte Bosch indes nicht verraten.

„In der Kraft-Wärme-Kopplung sieht Bosch Thermotechnik hohe Wachstumspotenziale und setzt besonders in diesem Bereich Entwicklungsschwerpunkte. Im privaten Sektor ist aus unserer Sicht die Brennstoffzelle aufgrund ihres guten elektrischen Wirkungsgrades die zukunftsfähigere Lösung im Bereich der stromerzeugenden Heizungen. Der Stirling-Generator ist eine Übergangstechnologie zur Brennstoffzelle. Seine geringen elektrischen Wirkungsgrade erschweren trotz der derzeit verfügbaren Förderprogramme den wirtschaftlichen Einsatz von Stirling-Heizgeräten. Bosch Thermotechnik plant dennoch nach 2012 Geräte auf Stirlingbasis als Portfolioergänzung anzubieten, unsere Entwicklungskraft fokussieren wir jedoch auf das Brennstoffzellen-Heizgerät“, verdeutlichte Thomas Pelizaeus die derzeitigen Entwicklungsprioritäten von Bosch Thermotechnik im Gespräch mit der BHKW-Infothek.

Nachrichten: Weitere Meldungen zu den BHKW von Bosch Thermotechnik
(Titelbild: BHKW-Infothek)

 

2 Responses to Neuigkeiten zum Logavolt Nano-BHKW von Buderus und Junkers

  1. Neuendorfer sagt:

    Wird aber auch Zeit, dass der Riese in Bewegung kommt. Wenn Bosch die Planung jetzt aber auf den Microgen umstellt, sollten die meisten Qualitätsprobleme durch die Anbieter der ersten Stunde ausgemerzt sein. Andererseits hat Bosch dann als einziger Mitspieler keine Anteile am Unternehmen Microgen, was ein großer Nachteil werden kann.

  2. Pingback: ISH15: Buderus zeigt neue Brennstoffzelle BZH192iT und verkündet Pläne zur Markteinführung der FC10 | BHKW-Infothek

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