Das inhouse5000 Brennstoffzellen-BHKW mit 5 kW Leistung

RBZ inhouse5000 (Bild: Riesaer Brennstoffzellentechnik)Mit dem inhouse5000 wagt sich das Unternehmen Riesaer Brennstoffzellentechnik (RBZ) als erster Hersteller eines Brennstoffzellen-BHKW mit einer elektrischen Leistung von 5 kW in dem Bereich der Mikro-BHKW vor. Andere Anbieter bewegen sich derzeit allesamt im Nano-BHKW Segment mit etwa einem Fünftel der Leistung des inhouse5000.

Das RBZ inhouse5000 auf der Hannover Messe 2012 (Foto: BHKW-Infothek)

Das RBZ inhouse5000 auf der Hannover Messe 2012
(Foto: BHKW-Infothek)

Das inhouse5000 gehört zur zweiten Gerätegeneration der Riesaer Brennstoffzellentechnik und ist der direkte Nachfolger des Modells inhouse4000. Neben seiner für Brennstoffzellen-BHKW vergleichsweise hohen Leistung besticht das inhouse5000 mit seiner PEM-Brennstoffzelle durch eine gute Modulationsfähigkeit. Die elektrische Leistung kann zwischen 1,5 bis 5 kW bedarfsgerecht angepasst werden und ermöglicht einen durchgehenden Betrieb auch im Sommer. Die thermische Leistung bewegt sich gekoppelt an die elektrische Leistung zwischen 3 bis 10 kW.

Die im inhouse5000 verwendete PEM-Brennstoffzellentechnik gehört zur Kategorie der Niedertemperaturbrennstoffzellen, welche bei einer Betriebstemperatur von unter 100°C arbeitet. Da PEM-Brennstoffzellen reinen Wasserstoff benötigen kann das Erdgas bei PEM-Brennstoffzellen im Gegensatz zu Modellen mit SOFC-Technologie nicht direkt in der Brennstoffzelle verwertet werden. Deshalb wird das Erdgas für PEM-Brennstoffzellen in einem Reformer zusammen mit Wasserdampf auf über 600°C erhitzt, wodurch sich Wasserstoff bildet. Erst dieser aufbereitete Wasserstoff wird im PEM-Brennstoffzellenstack in einer elektrochemischen Reaktion in Wärme und Strom gewandelt.


Vorstellung des RBZ inhouse5000 auf der Hannover Messe 2012
(Video: BHKW-Infothek)

Das Unternehmen Riesaer Brennstoffzellentechnik wurde bereits 1995 gegründet und begann drei Jahre später unter dem Projektnamen „inhouse“ mit der Entwicklung einer stromerzeugenden Heizung. Die erste Gerätegeneration namens inhouse4000 verfügte über eine elektrische Leistung von 4 Kilowatt und wurde auf der Hannover Messe 2005 vorgestellt sowie anschließend in einem Feldtest erprobt. Die Erfahrungen aus der Erprobung der inhouse4000 führten zum 2007 vorgestellten Modell inhouse5000, das seit 2010 in einem Feldtest mit 7 Installationen erprobt wird. Die Entwicklung der dritten Gerätegeneration ist bereits nahezu abgeschlossen. Eine Markteinführung und Kleinserienfertigung soll ab 2013 erfolgen.

Zur Markteinführung soll der Preis des inhouse unter 30.000 Euro (netto) liegen. Angestrebt wird eine Lebensdauer des PEM-Stacks von 40.000 Stunden sowie ein Wartungsintervall von etwa einem Jahr. Der Aufwand der turnusmäßigen Wartung soll sich auf den Wechsel der Filter- und Gasentschwefelungskartuschen beschränken. (lfs)

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(Titelgrafik: Riesaer Brennstoffzellentechnik)

 

4 Kommentare zu Das inhouse5000 Brennstoffzellen-BHKW mit 5 kW Leistung

  1. Koschi sagt:

    Die Brennstoffzelle soll keine wensetlich bessere Leistung als ein BHKW mit Motor bringen, deutlich teurer sein und ob die 10 Jahre hält ist auch noch offen. Ich weiß nicht 🙁

    • Carl-D.A. Lewerenz sagt:

      Bei € 30 000.- wäre der spezifische Invest-Aufwand 6 000 € / kWel. Ohne die Gas-Aufbereitungs-Einheit (Reformer) wären die Kosten halb so hoch, also rund 3 000 € / kWel. Durch Skalen-Effekte einer Groß-Serien-Fertigung wären Stück-Kosten in Höhe von unter 1 000 € zu erwarten. Voraussetzung hierfür wäre allerdings die Zuführung von Wasserstoff statt Fossil-Methan („erdgas“). Derzeit befinden sich rund zehn verschiedene Verfahren der Erzeugung von Wasserstoff aus Bio-Abfällen in der Entwicklung oder Erprobung. In den nächsten Jahren ist die Marktreife einiger Verfahren zu erwarten. Mit etwas über 1 000 PetaJoule (PJ) kommunaler Bio-Abfälle pro Jahr steht genügend Einsatz-Stoff zur Verfügung, um mit dem erzeugten Wasserstoff in Heizungs-Kellern per PEM-Brennstoffzellen-basierter HyO-Box (Hy ist abgeleitet von Hydrogenium=Wasserstoff und O ist abgeleitet von Oxygenium= Sauerstoff aus der Umgebungs-Luft) etwa ein Drittel des jährlichen Strom-Bedarfs in Deutschland zu decken.
      Diese Potenziale werden von den offiziösen „Prognosen“ (=Plänen?) überhaupt nicht berücksichtigt. Stattdessen wird der Hochsee-Windstrom-Erzeugung durch die Kapital-kräftigen Energie-Konzerne der Vorrang eingeräumt, für deren Strom zum Transport zu den Verbrauchs-Zentren in Süddeutschland teure neue Übertragungs-Leitungen erforderlich werden (Sach-Zwang?). Die Strom-Erzeugung im Heizungs-Keller erfolgt übrigens bei gleichzeitiger Nächstwärme-Nutzung zu mindest für die Bereitstellung von Warm-Wasser. Letzteres wird nämlich auch im Sommer benötigt.

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  3. Rolf Fischer sagt:

    Brennstoffzellen-Heizung für jeden JETZT ! Gegen die Entwicklung von Microchips ist die Entwicklung der BZ-Heizungen und BZ-Autos und tankstellen ein Kinderspiel ! Und geanus natürllich die Nutzung der Windengie wo immer es geht ! Es ist für unsere Gesllschaft NULL-Problem, Strom aus renerativen Energien kostenlos durch unsere Stromeltungsnetze zu leiten. Immer wieder allen Veranwortliichen Feuer machen, bis es geschen ist !

    Was sollen die Menschen im Jahr 3000 nur von den heute lebenden Menschen denken wenn sie mit ihrer von uns hochgradig verseuchten Umwelt kämpfen ? Anstatt sofort auf Regenerative-H2 Wirtschaft umzusteigen, produzieren wir mit gigantischer Umweltverschmutzung (wie z.B. Fracking und Ölschlammgewinnung) Erdöl um dann mit TDI Motoren etc. auch noch hochgradig krebserregende Partikel in die Luft pusten.
    Zudem finanzieren die fossilen Rohstoffe wesentlich den islamischen Staat, Putin, Erdogan etc. und somit all die schwachsinnigen Kriege auf dieser Welt und die Verbreitung absurder Religionen.
    Eine Regenrative-H2 Wirtschaft kann allen Menschen faire Arbeit und Gehälter bieten, und somit sogar darüber hinaus den Ausartungen des Kapitalismusses wichtige Grenzen setzen.

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