KWK-Index Q2/2012: Der Preis sinkt erneut um 10 Prozent

Logo der EEX (Geschütztes Logo: 2011 European Energy Exchange AG)BHKW-Betreiber die entsprechend dem „üblichen Preis“ des KWK-Gesetzes einspeisen, haben keinen Grund zur Freude. Der für die Einspeisung von Strom in das öffentliche Netz für die meisten BHKW-Betreiber maßgebliche KWK-Index der Strombörse EEX in Leipzig, welcher auch als EEX-Baseload bezeichnet wird, notierte für das zweite Quartal dieses Jahres mit 40,39 Euro je MWh das zweite Mal in Folge um rund 10 Prozent niedriger als im Vorquartal.

KWK-Index / EEX-Baseload bis Q2/2012 (Grafik: BHKW-Infothek)

KWK-Index / EEX-Baseload bis Q2/2012
(Grafik: BHKW-Infothek)

Der übliche Preis für die Einspeisung in das öffentliche Netz aus BHKW im zweiten Quartal dieses Jahres beträgt folglich 4,039 Cent je kWh, sofern keine gesonderte Vereinbarung mit einem Stromhändler oder dem Netzbetreiber geschlossen wurde. Der KWK-Index der Strombörse EEX notiert damit um 0,471 Cent je kWh niedriger als im Vorquartal Q1/2012 und setzt damit den bestehenden Abwärtstrend fort.

KWK-Index vonFür Einspeisung inCent je kWh
Q2/2012Q3/20124,039
Q1/2012Q2/20124,510
Q4/2011Q1/20124,991
Q3/2011Q4/20114,917
Q2/2011Q3/20115,361

Verglichen mit dem zweiten Quartal im Vorjahr 2011 notierte der Preis sogar um etwa 1,3 Cent je kWh niedriger. Das Minus beträgt somit ca. 25 % verglichen mit dem Vorjahresquartal. Besonders in Anbetracht der immer weiter steigenden Strompreise für den Strombezug dürfte diese Entwicklung für BHKW-Betreiber nur schwer nachvollziehbar sein.

Nachrichten: Weitere Meldungen zum Thema Energiepreise
Artikel: Einsparungen und Einnahmen mit stromerzeugenden Heizungen
(Titelgrafik: Geschütztes Logo der European Energy Exchange AG)

 

2 Responses to KWK-Index Q2/2012: Der Preis sinkt erneut um 10 Prozent

  1. Koschi sagt:

    Und die Stromkonzerne verdienen trotzdem. Erst über Jahrzehnte am Netzausbau sparen um die Gewinne zu maximieren und den unterlassenen Ausbau jetzt den Erneuerbaren anlasten.

    Zwar könnten auch die BHKW dezentral das Netz mit Regelenergie entlasten, aber daran würde ja kein Konzern verdienen, also findet sich auch kein Politiker der ein entsprechendes Gesetz anschiebt.

    • irgendeintyp sagt:

      Der Kommentar von Koschi ist von Plattheit kaum zu unterbieten.

      „Stromkonzerne verdienen?“
      EK-Rendite von E.ON, gemittelt über die letzten Jahre magere 10-11%

      „über Jahrzehnte“
      Die Konzerne gibt es in ihrer heutigen Form noch nicht so lang

      „am Netzausbau sparen“
      bereits 1996 stand durch die EU-Richtlinie fest, dass die Netze privatisiert werden sollen. Warum mehr als nötig investieren?

      „unterlassener Ausbau“
      die sind u.a. die größten Finanziers von Offshore Windstrom
      warum die Zerstörung des eigenen Geschäftsmodell forcieren?

      „BHKW“
      lohnt sich nur, wenn die Wärme abgenommen werden kann. Wo können die Stromkonzerne Wärmesenken sein? In Nahwärmenetzen vielleicht. Dazu ist Marktkenntnis erforderlich, die in Regionalen Vereinigungen viel besser vorhanden ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.