BHKW-Förderung mit dem Berliner UEP II

Mini-BHKW Interessenten in Berlin dürfen sich über stattliche Investitionszuschüsse durch ein 1 Mio. Euro schweres Förderprogramm freuen. Das Umweltentlastungsprogramm Berlin (UEP II) fördert den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung im Leistungsbereich von 20 bis 50 kW elektrischer Leistung mit einem Zuschuss von etwa 30 Prozent der Investitionskosten. Interessenten müssen jedoch hohe Anforderungen erfüllen und einen großen bürokratischen Aufwand bewältigen.

Eingangsfrist für Anträge ist der 30. November 2012. Antragsberechtigt sind ausschließlich kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Um den Einsatz regenerativer Energieträger zu forcieren, werden zudem 25 Prozent des Fördervolumens für Anlagen reserviert, die mit einem regenerativen Brennstoffanteil von mindestens 10 Prozent betrieben werden. Diese Reservierung wird jedoch aufgehoben, wenn die Mittel nicht bis zum Ablauf dieses Jahres vergeben werden konnten.

Der geplante Anlagenstandort darf sich nicht in einem Gebiet mit KWK-Fernwärmeversorgung befinden. Weiterhin werden nur besonders emissionsarme und gleichzeitig hoch effiziente Anlagen mit mindestens 5.000 Vollbenutzungsstunden gefördert. Als Nachweis für die richtige Dimensionierung und Auswahl der KWK-Anlage sind Auslegungsberechnungen vorzulegen, welche eine Primärenergieeinsparung von mindestens 20 Prozent sowie einen Jahresnutzungsgrad von mindestens 90 Prozent ausweisen.

Der Antrag für die Förderung nebst Beibringung der notwendigen Nachweise und Berechnungen muss vor Erteilung des Auftrages zur Errichtung erfolgen. Die Zuschüsse werden nach Durchführung der Maßnahme sowie nach Vorlage des Verwendungsnachweises und eines Sachberichtes gezahlt. Abschlagszahlungen sind in Ausnahmefällen auf Antrag möglich. Nähere Informationen, die Förderungsbestimmungen und das Antragsformular finden Interessenten auf der Webseite zum Umweltentlastungsprogramm Berlin der Senatsverwaltung.

Im Rahmen der Förderung wurden in den letzten Jahren bereits öffentliche sowie gemeinnützige Institutionen gefördert und bereits 23 Anlagen in Kitas und Schulen sowie an Feuerwehr-, Polizei- und JVA-Standorten installiert. Die Gesamtinvestitionen betrugen bisher rund 4 Mio. Euro bei einem Fördermitteleinsatz von rund 2,8 Mio. Euro. Damit konnte der Primärenergiebedarf der Institutionen um 7.100 MWh pro Jahr reduziert und der CO2-Ausstoß um 2.500 Tonnen pro Jahr gesenkt werden.

Webseite: www.uep-berlin.de
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(Titelbild: Friedrich Kromberg und W.J. Pilsak, Lizenz: CC-BY-SA 3.0)

 

2 Responses to BHKW-Förderung mit dem Berliner UEP II

  1. Kraftwerker sagt:

    Ohje, ein Blick in die Richtlinien lässt mich erschaudern. 7 Jahre soll man jeden kleinen Wert bis hin zum Durchfluss aufzeichnen und für die (stasi?!) Behörden auswertbar machen. Von dem Monster an Antragsformular und den ganzen Auflagen will ich gar nicht reden 🙁

    Deutschland seine Bürokraten!

    • ibw sagt:

      Allerdings sind bis zu 40% nicht rückzahlbarer Förderzuschuss auch nicht zu verachten.
      Für die Antragsformulare etc. gibt´s ja zum Glück Spezialisten … 😉

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