Festsetzung des KWK-Aufschlags für 2013

Artikelbild KWK-Umlage 2013Wie die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber bekanntgeben, wird die KWK-Umlage im kommenden Jahr auf 0,126 Cent je Kilowattstunde ansteigen. Entsprechend der Prognosen sollen im nächsten Jahr etwa 12.944.000.000 Kilowattstunden Strom unter Nutzung der effizienten Kraft-Wärme-Kopplung in Deutschland erzeugt werden.

Aufgrund der Novellierung des KWK-Gesetzes wird mit einer Modernisierung zahlreicher älterer KWK-Anlagen gerechnet, die dann wieder Förderungsberechtigt sein werden. Besonders Großanlagen größer 2 MW und die neue Anlagenklasse zwischen 50 und 250 kW elektrischer Leistung profitieren durch die KWKG-Novelle. Etwa 20 Prozent des KWK-Zuschlages wird die Förderung von Wärme- und Kältenetzen sowie von Wärme- und Kältspeichern ausmachen.

Durch die Anhebung der Umlage auf 0,126 ct/kWh nähert sich die Umlage wieder an den Wert von 2010 an (0,130 ct/kWh), nachdem die Umlage in den letzten beiden Jahren stark zurückgegangen war (2011: 0,030 ct/kWh, 2012: 0,002 ct/kWh).

Zusammensetzung des Strompreises im Jahr 2013 (Grafik: BHKW-Infothek mit Daten des BDEW)

Erwartete Zusammensetzung des Strompreises 2013
(Grafik: BHKW-Infothek mit Daten des BDEW)

Wie auch bei der EEG-Umlage werden Großverbraucher bevorzugt. Ab einem Jahresverbrauch von 100.000 kWh sinkt die Umlage auf 0,06 ct/kWh und für energieintensive Unternehmen gar auf 0,025 ct/kWh. Dennoch wird die KWK-Umlage zur Förderung effizienter Stromerzeugung nur etwa 0,5 Prozent des Strompreises der deutschen Haushaltskunden ausmachen.

Neben der dramatisch ansteigenden EEG-Umlage von 5,277 ct/kWh wird den Verbrauchern 2013 auch die Befreiung energieintensiver Industrieunternehmen von den Netzentgelten mit 0,329 Cent/kWh sowie vermutlich eine Offshore-Windenergie-Umlage in Höhe von 0,25 Cent/kWh aufgebürdet werden, während immer mehr Großverbraucher von diesen Umlagen befreit werden.

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(Louis-F. Stahl)

 

2 Responses to Festsetzung des KWK-Aufschlags für 2013

  1. Knörzerich sagt:

    Immer mehr müssen wir Verbraucher für die Konzerne zahlen. Früher bei der Kohlesubvention gab es einen großen Aufschrei und heute zahlen wir mit der Stromrechnung. So geht es nicht weiter!

  2. Guenter Schlueter sagt:

    Günter Schlüter, Lünen, 04012013

    Guten Tag,

    wer kann mir konkret weiterhelfen ? Ich hätte gerne Infos zur Wirtschaftlichkeitsberechnung eines Vaillant Eco Power 1.0 plus Sptzenlastkessels eco TEC Plus VC 126/3-5, DHH Bj. 1988 beheizte Fläche rund 180 m2, FBH auf 2 Etagen, Keller wird mit 5 Radiatoren beheizt und auch wohnlich genutzt, Verbrauch derzeit bei 4 Personen 37000 kWh Erdgas und 7700 Strom, in 5 Jahren nur noch 2 Personen Verbrauch dann sicherlich nur noch 30 tsd und max. 5 tsd., durchschnittlicher Lastgang bei 880 kWh, macht die Investition von rund 20000 Euro hier Sinn oder ist das Ganze absolut unwirtschaftlich im Vergleich zu einer normalen Gasbrennwert Anlage auf 10 Jahre betrachet. Wer kann mir hier weiterhelfen, gibt es Referenzanlagen in Deutschland die in etwa auf meine Situation zutreffen, wo ich bekomme ich neutrale und unabhängige Infos zu diesem Thema, mehrere Energieberater haben mir dringendst von der Anschaffung dieser Anlage abgeraten, hier werfe ich regelrecht Geld aus dem Fenster, Kommentar.

    Für gute Tipps und Links zur Wirtschaftlichkeit wäre ich dankbar, der Test 05/2012 der Verbraucherberatung über den Eco 1.0 war nun wirklich nicht hilfreich, was soillte das eigentlich überhaupt ?

    Mit freundlichem Gruß

    Günter Schlüter

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